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| Daniel Bensaïd ist tot |
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| Am Dienstag, den 12. Januar 2010, starb unser Freund und Genosse, der französische Theoretiker und Aktivist Daniel Bensaïd. |
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| Ein Nachruf von Elfriede Müller |
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Die jour fixe initiative berlin besteht seit Oktober 1997. Mit Vortragsreihen zur Kritik von Herrschaft, Ausbeutung und Unmündigkeit bietet sie eine Plattform für die Diskussion und Theoriebildung innerhalb der radikalen Linken an und will einen Beitrag zur Überwindung kapitalistischer Vergesellschaftung leisten.
Die Vorträge der Veranstaltungsreihen liegen als Sammelbände bei Unrast vor. Die jour fixe initiative publiziert im selben Verlag eine Theoriereihe, in der gesellschaftstheoretische Texte zumeist fremdsprachiger Autoren veröffentlicht werden. Die jour fixe initiative möchte damit zu einer Internationalisierung der hiesigen linksradikalen Debatten beitragen.
Die Vortragsreihe
»Etwas fehlt«
Utopie, Kritik und Glücksversprechen. Neue Folge 2012
geht weiter am 5. Februar 2012 um 20.00 Uhr mit einem Vortrag von
Mike Laufenberg:
Queer werden.
Über das Begehren der Utopie
Das Begehren nach einer ganz anderen Welt ist dem queeren Verlangen nicht äußerlich, sondern immanent. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Queer selbst ist immer schon utopisch, ein Noch-nicht. Was in der Gegenwart ist, sind Gesten und Affekte, die das Begehren für einen kurzen Moment auf etwas anderes hin öffnen mögen, als das, was ist. Mit anderen Worten: Das Begehren ist die Möglichkeit des Utopischen im Jetzt. Die Möglichkeit des queeren Begehrens scheint dabei stets unter der Bedingung ihrer Unmöglichkeit auf: der Sexualität. Mit Sexualität ist hier der Name für einen Apparat gemeint, durch den die affektive und somatische Bindung der Subjekte an bestimmte Normen von Körper, Geschlecht und Begehren geregelt wird. Queer wäre der Ort, von dem aus sich nicht nur einige dieser Bindungen destabilisieren ließen, sondern ein Begehren möglich würde, der Sexualität als Ganzer zu entkommen. Von hier aus wird auch erkenntlich, was das utopische Denken von dem queeren Verlangen lernen kann: Das ganz Andere zu denken bedarf der Kunst, die Macht nicht zu begehren.
Wie immer zu Gast bei der NGBK
Neue Gesellschaft für Bildende Kunst [NGBK]
Oranienstraße 25 | D-10999 Berlin-Kreuzberg
U-Kottbusser Tor | Bus M29
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